Digital OrbIT

Das Thema Digitalisierung ist in vielen Industriesektoren ein zentraler Erfolgsfaktor geworden, dessen Bedeutung immer weiter steigen wird. Mit den dadurch einhergehenden Technologien wie 5G lassen sich bestehende Produkte und Prozesse signifikant verbessern, aber auch völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln. Die Digitalisierung ist bereits heute ein essentieller und vor allem kritischer Baustein für alle kleinen und mittleren Unternehmen, um zukünftig im internationalen Wettbewerb erfolgreich sein zu können.

Eine der relevantesten Zukunftstechnologien ist 5G. Als Querschnittstechnologie ist sie nicht nur im Maschinen- und Leichtbau, sondern auch in zahlreichen weiteren Industrien Treiber von Innovationen. Insbesondere KMU verfügen über herausragende technische Fähigkeiten, haben aber oft nicht die Ressourcen, um völlig neue Technologien wie 5G einzuführen und Mitarbeitende entsprechend zu schulen. An diesem Punkt setzt das Konzept des Digital OrbIT an, das sich im ersten Schritt auf 5G-basierte Simulationstechnik im Bereich “Digitale Bildung” unter anderem im Hinblick auf den Maschinen- und Leichtbau fokussieren wird.

An der Schnittstelle von Theorie zu Praxis sollen Schulungs- und Weiterbildungsangebote ebenso wie neue Geschäftsmodelle entwickelt werden. Diese greifen konkrete Bedarfe und Anwendungsfälle aus kleinen und mittleren Unternehmen auf und versetzen diese in die Lage, ihr Angebotsportfolio sukzessive um Lösungen auf Basis digitaler Technologien wie 5G zu erweitern beziehungsweise ihre Produkte und Prozesse innovativer und effizienter zu gestalten.

Der Anwendungsfokus des Hubs wird auf dem Maschinen- und Anlagenbau, dem Leichtbau, der Produktion, der Logistik, der Nachhaltigkeit und der Mobilität liegen. Ferner sollen Themen wie Smart Cities/Regions oder mobile 5G-spezifische Anwendungen, zum Beispiel in der Landwirtschaft und Bauindustrie, adressiert werden.

Der Digital OrbIT verfügt über zwei Satellitenstandorte in Diepholz und in Buchholz in der Nordheide. Dort werden Demonstrations- und Anwendungszentren für digitale Technologien in der industriellen Praxis, zum Beispiel Virtual und Augmented Reality (VR/AR) errichtet. Diese werden genutzt, um konkrete Anwendungsfälle von KMU zu erforschen, zu simulieren und zu visualisieren. Zukünftig sollen darauf aufbauend zum Beispiel Software-Lösungen auf Basis von digitalen Zwillingen oder Building Information Modeling, Digitalisierungswerkzeuge für den Maschinenbau sowie IoT-Anwendungen und virtuelle Inbetriebnahme-Konzepte entwickelt werden.

Für die Aktivitäten steht eine umfangreiche Ausstattung bereit, zum Beispiel verschiedene Analysemethoden, Prüf- und Fertigungsverfahren oder VR/AR-Equipment. Zusammen mit dem 5G-Campusnetz im TIP und weiteren geplanten Investitionen existieren optimale Bedingungen für die Arbeiten im Hub.

Das Konsortium ist bestrebt, Praxispartner aus Industrie und Handwerk aktiv einzubinden. Ein aktuelles Beispiel an der PHWT ist die Entwicklung einer VR-Simulation zur Abfalltrennung gemeinsam mit einem lokalen Entsorgungsunternehmen.

Themenschwerpunkte:
  • 5G-basierte Simulationstechnik im Bereich "Digitale Bildung"
  • Erforschung von branchenübergreifenden Anwendungsfällen aus der Praxis
  • Demonstrations- und Anwendungszentren für digitale Technologien in der industriellen Praxis
  • Schulungs- und Weiterbildungsangebote für KMU
  • Anwendungsorientierte Entwicklung
  • Anwendungsfokus: Maschinen- und Anlagenbau, Leichtbau, Produktion, Logistik, Nachhaltigkeit, Mobilität, Smart Cities/Regions

Daten und Zahlen:

Adressen:
Am Campus 2
49356 Diepholz

Bäckerstraße 6
21244 Buchholz in der Nordheide

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Christian Lauter
Private Hochschule für Wirtschaft gGmbH (PHWT)
lauter@phwt.de
05441/992-169

Konsortialführer:
Private Hochschule für Wirtschaft gGmbH (PHWT)

weitere Konsortialpartner:

  • Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH
  • ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH

Startzeitpunkt:
1.5.2022

Fördersumme:
187.400 Euro

Datum der Bescheidübergabe:
25.05.2022