Mit kurzfristigen Förderprogrammen wollen die Niedersächsische Landesregierung und die Bundesregierung die Auswirkungen der Coronakrise auf die Unternehmen in Niedersachsen abmildern.

Auch für in Not geratene Kleinstunternehmen sind spezielle Hilfen vorgesehen. Geplant ist ein sechsmonatiges Landesprogramm in Form einer Zuschussförderung in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro. Davon profitieren sollen kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sowie Familienbetriebe, die durch die finanziellen Belastungen in ihrem Fortbestand gefährdet sind. Jedes Unternehmen soll mit maximal 20.000 Euro als einmaligem Zuschuss gefördert werden, damit Mieten, Pachten und Finanzierungskosten für Maschinen und Einrichtungen weitergezahlt werden können.

„Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die sich in bisher ungekannter Weise auf unser gesellschaftliches Leben und unsere Wirtschaft auswirkt. Jetzt ist schnelle und unkomplizierte Hilfe gefragt“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann zur aktuellen Situation.

Weitere Informationen finden Sie online beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Die NBank hat online eine Info-Seite mit wichtigen Links eingerichtet.

Unterstützung vom Bund

Da einzelne Förderbeträge manchmal nicht ausreichen, ist es grundsätzlich möglich verschiedene Unterstützungsangebote miteinander zu kombinieren. So bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weitere umfangreiche Hilfsangebote an. Die Vergabe der Förderprogramme läuft über ein Hausbankverfahren, sodass als Ansprechpartner alle Banken, Sparkassen und genossenschaftlich organisierten Kreditinstitute dienen.

Neben einem Unternehmerkredit bietet die KfW auch den ERP-Gründerkredit für Existenzgründer*innen und junge Unternehmen bis zu fünf Jahre an. Bei den Krediten von bis zu 100.000 Euro übernimmt die EU 80 Prozent des Haftungsrisikos. Zudem hat der Bund ein Hilfsprogramm mit 50 Milliarden Euro für Kleinstunternehmer*innen sowie Soloselbstständige verabschiedet.

Die NBank hat eine Übersicht der aktuellen Hilfsangebote auf Bundes- und Landesebene erstellt.

Antworten auf wichtige Wirtschaftsfragen rund um Corona

Durch die Coronakrise stehen zahlreiche Unternehmen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch organisatorisch vor vielen Fragen. Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat die wichtigsten Informationen gebündelt und stellt die Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) jetzt online zur Verfügung. Folgende Informationen werden dort bereitgestellt:

  • Habe ich im Fall einer vorübergehenden Betriebsstörung oder -schließung Anspruch auf Entgeltfortzahlung?
  • Welche Neu-Regelungen gibt es bei der Insolvenzbeantragung?
  • Wie erhalten Unternehmen Kurzarbeitergeld?
  • Wer steht Unternehmen bei einer Kreditaufnahme zur Seite?
  • Wo erhalten Unternehmen Kredite?
  • Welche Hilfe bekommen kleine und mittlere Unternehmen und Kleinstunternehmen?
  • Welche zusätzlichen Maßnahmen plant die Bundesregierung?
  • Welche Auswirkungen haben die Corona-Maßnahmen auf Fahrschulen bzw. die Berufskraftfahrerqualifikation?

Außerdem werden umfangreiche Übersichten über weitere Informationen der NBank, des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums bereitgestellt sowie Fragen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie zum Vergaberecht beantworten.

Den ausführlichen Fragenkatalog finden Sie online beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

 

Einen Artikel mit Fokus auf Unterstützungsangebote für Startups finden Sie bei startup.niedersachsen.

 

(Bild: geralt/pixabay)